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Alle Wände von Turm und Kirche sind aus massigen Kalksteinen (Oberer Muschelkalk, Trias) gefertigt, die aus Steinbrüchen der Gemarkung stammen. Auch für die Ecksteine sind sorgfältig behauene Kalksteine ausgewählt. Die Füllungen von Tür und Fenstern im Schiff sind dagegen aus rotem Sandstein. Die lebhafte Struktur der hohen Sprossenfenster und die Tonziegel auf Dach und Turm als naturrote Hohlpfannen sind ebenfalls Merkmale der ortstypischen Bauweise. |
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Das Gebäude besitzt folgende Außenabmessungen (außen):
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Der rechteckige Kirchenraum wird von einer tonnenförmigen, parabolischen Holzdecke überwölbt, die eine lichte Höhe des Raumes von ca. 8.45 m gewährt. Unter die alte Holzverschalung von 1747/48 wurde 1956/57 eine 15 mm starke, gespundete und gestäbte Deckenschalung aus Fichtenholz genagelt. An der Ostseite des Kirchenraumes steht der Altar aus Natursteinen, der eingefügt ist in ein Altarretabel mit der Kanzel über dem Altar. Priechen für den Pastor und den Patron flankieren das Retabel. Diese Einrichtung stammt aus dem Mitte des 18.Jahrhunderts, während die beiden weiteren Priechen für den Kirchenvorstand einige Jahrzehnte später (Ende 18. Jh.) angefügt wurden. Zur Erstausstattung der Kirche gehören auch die Holzbänke des Kirchenschiffs. |
| Die dreiseitig umlaufende Emporenanlage zieht den Turm als Standort der Orgel ein in den Kirchenraum. Die erste Orgel der Kirche, gebaut 1727, wurde in die neugebaute Kirche übernommen. Im Jahre 1846 wurde eine neue Orgel eingeweiht, die der Orgelbauer A. v. Werder aus Elliehausen gebaut hatte. Sie wurde beim Brand am 07. November 1999 völlig zerstört. Klappbare Fenster trennten vom Kirchenraum die ebenerdige Turmvorhalle ab, von der aus die beiden Treppen zur Orgelempore, den beiden Seitenemporen und dem Turm führten. |
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Der Taufstein weist auf das Jahr 1698 als Jahr der Herstellung. Er ist aus einem Block hellen Sandsteins gefertigt. Ein gleichartiger Taufstein aus dem Jahre 1697 steht in der Kirche St. Cosmas und Damian der Gemeinde zu Herberhausen, mit der Roringen unter einem Pfarramt verbunden ist. Die Kirche erhielt 1966 drei Bronzeglocken des Geläutes mit den Schlagtönen g´ b´ c´´ (Te-Deum-Geläut). Von den beiden Eisenhartgussglocken (1925) diente die kleinere als Uhrschlagglocke, die größere Glocke, die durch einen Sprung beschädigt war, steht zur Erinnerung an die Kriegtoten des ersten Weltkrieges (1914-18) im Kirchhof. Die Kirchturmuhr auf Süd- West- und Nordseite des Turmes stammt aus dem Jahre 1962. |
| Der Kirchhof diente bis zum
Jahre 1868 als Friedhof des Ortes. Er wird von einer Kalksteinmauer von ca. 200 m Länge
vollständig umgeben. Von dieser Mauer gibt eine Urkunde aus dem Jahre 1433 erstmals
Kunde. Das Trockenmauerwerk ist von einer ausserordentlich reichen Flora
(Mauerfugengesellschaft) besiedelt. Er bietet auch drei Rote-Liste-Arten, die besonderen
Schutz erfahren, ein Refugium (Sekundärstandort). Kirche, Kirchhof und Mauer bilden eine geschlossene Einheit. Sie stellen nicht nur die räumlichen und religiösen Mittelpunkt des Ortes dar, sie sind ein soziales und kulturelles Denkmal, an dem die Geschichte des Ortes erfahrbar wird. |
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